Fàilte!

Wir sind ein Urban/ Dark Fantasy RPG mit Spielort Edinburgh, Schottland im Jahr 2020. Bei uns gibt es Katakomben unter der Stadt mit Vampiren zu entdecken, geheime Labore, in denen Alchemisten Wissenschaft mit Magie kombinieren und Naturmagie, die mit Elementaren genutzt werden kann. Und das völlig ungesehen von der gemeinen Bevölkerung - er sei denn, jemand tritt zu tief in die Schatten...

News

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AUG

Sodele, unsere erste Neuregistrierung hat funktioniert, daher sind wir mal so mutig und eröffnen die Türe wieder! Wer nochmal nachlesen möchte, wie die neuen Plugins funktionieren, schaut enfach mal in die News oder liest in den FAQs im entsprechenden Bereich nach.


[Telefonat] Tessa und Belve
Szeneninformationen
Charaktere
Szeneneinstellung
private Szene & feste Postreihenfolge
Datum
10.04.2020
Ort
Daniels und Belves Wohnung
Tageszeit
Nachmittag
#1
Geschlafen...Sehr lange hatte er nach diesem Morgen in Portobello geschlafen. Bis nach den Mittagsstunden nach denen er irgendwann aufgestanden war. Duschen, etwas trinken, Couch...Eine Weile hatte er dort gesessen und nachgedacht, während Dan noch in der Werkstatt arbeitete. Das er mit Tessa reden musste stand außer Frage. Nicht nur wegen Dima...Sondern auch wegen Dan.

Im Zuge dessen hatte er die nächsten Stunden dafür genutzt einen ganzen Haufen Karteikarten zu schreiben. Einen für die Begegnung mit Morozov, einen anderen um Tessa irgendwie schonen beizubringen, dass er mit einem Menschen zusammen lebte. Nachdem ihn die Begegnung mit dem Vampir völlig aus der Bahn geworfen hatte, machte ihn das Geständnis seiner Clanherrin gegenüber noch viel nervöser. Wie würde sie reagieren? Ihn aus dem Clan werfen? Verstoßen?

Himmel, seine Hände waren schon schweißnass geworden, als er lediglich eine Nachricht tippte um zu erfahren ob sie wach und erreichbar war. Jetzt wo er das Telefon in der Hand hatte, glaubte er sich gleich aufzulösen. Atmen….Durchatmen…Daniel war kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil. Er war ein kluger Kopf, ein neutraler Verbündeter, der ihnen helfen konnte…

Atmen… Belve wählte die Nummer aus seiner Kontaktliste und betätigte die Ruftaste. Während es tutete um ihm sein Herz gefühlt aus der Brust hämmerte griff er sich den ersten Stapel Notizen um sich damit in die Sofaecke zu kuscheln.
Schließlich hob die Zielperson ab. Sofort saß Belve gerade.
„Ah?...Tessa? Guten Tag, hier ist Belvedaire. Ich ehm….Hoffe ich störe nicht?“ Er tippelte mit dem Finger gegen sein Knie.
#2
Tessa beendete das Meeting und klickte auf das Auflegen-Symbole in dem Videokonferenz-tool und rieb sich einmal über die Stirn. Das hätte auch eine E-Mail sein können. Sie schlug die Augen wieder auf und bereute es. Mit einem Seufzen wandte sie sich wieder von dem Bildschirm ab und schaute in den Raum.
Sie saß in ihrem Buero. Auf ihren perfekt sauberen Schreibtisch lag die polarisierte Brille, die ihr Ace gegeben hatte für Bildschirmarbeit. Sie sollte sie wirklich mehr tragen. Doch sie würde sich niemals damit in einem Meeting blicken lassen!

Somit rieb sie sich noch einmal über die Augen und lehnte sich etwas zurück. Sie hatte fünf Minuten bis zu den Zeitpunkt, den sie Belvedaire gegeben hatte für ein kurzes Gespräche. Sie hoffte wirklich, dass dieser sie nicht anrief, weil Ace irgendetwas dummes getan hatte.
Halt. Nein, Ace hatte sicherlich etwas dummes getan. Die Frage war eher, ob er den anderen direkt mit reingezogen hatte.

Schließlich klingelte ihr Telefon. Sie lächelte über die Pünktlichkeit des anderen.
„Hallo, Belvedaire,“ begrüßte sie ihn freundlich. „Nein du störst nicht.“
Sie drehte den Stuhl herum, so dass sie zum Bücherregal schaute anstatt in das grelle Bildschirmlicht.
„Was kann ich für dich tun? Deine Nachricht klang, als wäre dies kein freundschaftlicher Anruf wäre,“ fragte sie direkt nach um es ihm einfacher zu machen seine Sorgen aufzubringen. Fast hätte sie gefragt, ob Ace etwas mit der Sache zu tun hatte, aber sie schaffte es noch ihre Gedanken nicht über ihre Lippen kommen zu lassen.
#3
„Hallo, Belvedaire,“
Die Anrede war gewohnt freundlich. Ein feiner Geschäftston schwang immer in ihrem Sing Sang mit, fand der Vampir, doch er ließ sie für ihn nicht hart wirken. Wahrscheinlich weil er zu einer Zeit anrief, wo sie nicht zwischen Terminen hin und her hetzen musste. Haa.. Er atmete aus und kuschelte sich mit seinen Karteikarten noch etwas mehr in die Sofaecke und zwang sich zur Ruhe.

„Nein du störst nicht….Was kann ich für dich tun? Deine Nachricht klang, als wäre dies kein freundschaftlicher Anruf wäre,“ 
„Nicht unbedingt“ bestätigte er etwas kleinlaut. „Auch wenn ich wünschte es wäre so – Allerdings...Ist heute etwas passiert...Und es gibt da etwas, dass ich dir erzählen muss, weil es wichtig für den Clan und unsere Zukunft sein könnte“
Er pausierte kurz um Stella Zeit zu geben den Auftrakt zu verdauen und zu kategorisieren, dann holte er noch einmal Luft, sortierte die Karte und beschloss mit Dima anzufangen.

„Ich war heute Morgen nach der Arbeit joggen...In Portobello. Ich hab dort zufällig Dmitry Morozov getroffen. Ich hab nichts verraten, aber er hat direkt vermutet, dass ich ein Vampir bin und sich selbst als einer gezeigt…“ Er fuhr sich mit der Zunge kurz über die Lippen. „Zuerst dachte ich, er wäre ganz nett...Aber dann hat er mir gedroht….Ich ehm….Das war nicht angenehm…“ wobei nicht angenehm noch weit neutraler war, als das was er erlebt hatte. Nicht unbedingt durch Dima, jedoch daraus, was dieser Sheriff ans Licht geholt hatte.
„Ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll...ob ich muss aus Portobello fern halten sollte. Deswegen dachte ich, dass du davon wissen solltest“
#4
Tessa streckte ihre beine aus und lehnte sich zurück als sie zu hörte. Sie hatte Probleme erwartet nach der Nachricht. Was sie nicht erwartet hatte war, dass sie aus der Richtung von einem Ratsmitglied kamen. Sie schloss die Augen und unterdrückte ein Seufzen.

„Danke für deinen Anruf und ja so etwas wichtig. Danke für dein Vertrauen so etwas zu mir zu bringen,“ begann sie erste einmal. Sie wollte so etwas hören, aber sie verstand, dass es nicht leicht für Leute waren so etwas zu tun. Niemand wollte Konflikte. Nun sie sollte nicht niemand sagen. Es gab nun einmal Personen, die dies anders sahen.

„Das klingt nach etwas, dass ein paar Nachforschungen und Unterhaltungen nach sich ziehen sollte,“ sagte sie schließlich. Sie wollte nichts versprechen, bis sie nicht das gesamte Bild hatte.
„Kannst du mir genauer beschreiben, was genau passiert? Wie ist er auf dich zu gekommen. Was hat er gesagt. Was hat er getan. Was hast du getan?“ Sie machte eine Pause. „Bitte lass nichts aus. Das ist Verhör Belvedaire. Ich möchte nur die volle Situation verstehen, ehe ich etwas tue. Wenn ich ihn konfrontiere, wird er sicherlich versuchen mich davon zu überzeugen, dass sein Verhalten gerechtfertigt war und ich möchte nicht erst dann von etwas Unschönen erfahren. Wenn du also gejagt hast oder ähnliches, bitte erwähne es.“

„Ah, kannst du dich an die Adresse erinnern? Möglicherweise gab es dort Straßenkameras. Je nachdem was passiert ist, müssen wir uns mit diesen Aufzeichnungen beschäftigen.“ Der alte Vampir sollte es eigentlich besser wissen. Doch wer wusste schon, was in dessen Verstand passierte.
#5
„Danke für deinen Anruf und ja so etwas wichtig. Danke für dein Vertrauen so etwas zu mir zu bringen,“

Belve nickte am anderen Ende der Leitung. Dann fiel ihm ein, dass Tessa ihn gar nicht sehen konnte und er schickte ein leises „Bitte“ hinterher. Sich selbst kuschelte er noch enger in die Ecke der Couch. Der Griff um sein Handy verhärtete sich.

„Das klingt nach etwas, dass ein paar Nachforschungen und Unterhaltungen nach sich ziehen sollte,“

„Ich uhm...Ja...Ich fand es, gefährlich…“ Dmitry hatte sich ihm sehr schnell als Vampir gezeigt. Das hatte ihn da schon etwas irritiert. Doch jetzt nach etwas mehr Zeit beschlich ihn die dunkle Ahnung, dass das egal gewesen wäre. Wäre er nur ein Mensch hätte Dima sicherlich sein Blut genommen. Er wäre entweder Tod oder manipuliert. So war es...Glück im Unglück – oder so ähnlich.

„Kannst du mir genauer beschreiben, was genau passiert? Wie ist er auf dich zu gekommen. Was hat er gesagt. Was hat er getan. Was hast du getan?“

„Ouh….uhm….“ Das hatte er sich gedacht. Um Tessa davon zu erzählen, musste er den Augenblick noch einmal durchleben. Sein Mund wurde gerade wieder staubtrocken. Er wollte es nicht, doch er hoffte, dass seine schwammigen Antworten Tessa reichen würden. Mit einem Gefühl, als würde ein Geschwür in seinem Magen langsam und drückend heranwachsen, blätterte er durch seine vorgeschriebenen Karten, bis er den Part ihres Gespräches fand. Seine Hand zitterte ein wenig als er es höher hob, doch seine Stimmt war einigermaßen fest, als er begann vorzulesen.

„Er fragte warum mein Erschaffer ermordet wurde aber ich nicht. Ich hab ihn gebeten nicht mit mir darüber zu reden - mehrfach…Meine...Reaktion war eindeutig“ Belve fuhr sich mit der Zunge über die Unterlippe.

„ Er hat kurz gewartet und ging dann...auf mich los..Es passierte so schnell, dass ich nicht reagieren konnte…Er hat meinen Nacken festgehalten und den Kopf runtergezogen..“ Er ließ eine Seite der Karteikarten los und seine Hand stattdessen auf das wummernde Herz. Er war in Sicherheit. Hier. Aber die Erinnerung war noch erschreckend nah für ihn.

„Er sagte, dass er entscheidet, wann das hier aufhört..und hat mich zum sprechen gezwungen. Ich konnte nicht selbst frei kommen...Also habe ich erzählt, was ich weiß…“ Er tauschte die erste Karteikarte aus, schluckte schwer und räusperte sich, ehe er fortfuhr: „Aber er wollte weiter wissen wie ich rauskam… und sagte, dass er sonst zu dem Schluss kommen würde, das seine Gastfreundschaft an mir verschwendet sei…“ Belve schluckte erneut..atmete einmal ein und aus...langsam..Hier bleiben...nicht wieder abdriften…. Einfach nur vorlesen.

„ich hab ihm erzählt warum...und er ließ los und sagte, wenn mir noch etwas nützliches einfällt, dann hofft er nicht zuerst davon zu erfahren…“ Er bemerkte es nicht aber er war leiser geworden, irgendwie weiter weg...Sein Fokus klammerte sich an den letzten Punkt der Karte. „Er hat mich zurückgelassen...Ich konnte nicht mehr aufstehen...ich...ich wäre verbrannt wenn nicht….wenn mich nicht jemand gerettet hätte…“

Wieder atmete er aus, dieses Mal lag ein hörbares Zittern in seiner Stimme, doch er bemühte sich den festen Klang in seiner Stimme zu behalten. „Ich weiß nicht genau die Adresse….Aber...ich weiß bis wo ich gelaufen bin..“ Keine genaue Zahl, aber grob einschränken konnte er.
#6
Tessa lehnte sich etwas zurück und gab Belve die Freiheit das Gespräch in seinem Tempo zu führen.

Sie schlug ihre Beine übereinander und nickte leicht. Gefährlich war das richtige Worte. Wenn jemand das gesehen hatte, dann könnte es Wellen schlagen. Für ihren Clan. Für Belve. Und für Dmitry.
„Gefährlich ist ein Wort dafür,“ antwortete sie diplomatisch.

Sie gab ihm die Zeit Sich zu sammeln. Es schien eine mehr als nur unschöne Erfahrung gewesen zu sein. Auch wenn es nicht angenehm war, so was es notwendig.

Tessa presste ihre Lippen zu den Worten. Eine eisige Kälte legte sich um sie. Nichts von diesen Informationen hätte der andere Vampir nicht bei ihr Anfragen können. Nichts von diesen Informationen war etwas, dass direkten Einfluss auf Dmitry hatte.
Seine Gastfreundschaft?
Ah ja.

Sie starrte in das Bücherregal. Doch wirklich sehen tat sie es nicht. Sie war in Gedanken bei den Worten.
Sie ließ es einen Moment stehen, nachdem Belve geendet hatte.

Dann tippte sie mit dem Finger auf den Tisch. „Welchen physischen Schade hat er die zu gefügt, dass du nicht aufstehen konntest?“ erkundigte sie sich schließlich. Nach seiner Geschichte klang es erst einmal nicht danach. „Er hat dir den Nacken gebrochen und dich zurückgelassen? Wie nah an Sonnenaufgang?“
Das war ein wichtiger Punkt. War dies ein Übergriff oder ein Mordversuch? Der Versuch zu verschleiern, dass er versuchte ihren Leuten zu schaden?
Was war Dmitrys strategischer Gewinn sich sie zum Feind zu machen, während sie von Feinden umgeben waren?

„Er hat nach deinem alten Clan gefragt und du hast ihm die Informationen geben. War er damit zufrieden oder wollte er auch Sachen über uns erfahren? Wenn ja welche?“ fragte sie ihn.
#7
„Welchen physischen Schade hat er die zu gefügt, dass du nicht aufstehen konntest?“ 
Belve presste die Lippen zusammen. Er hatte geahnt, dass diese Frage kommen würde. Nur auf die Fakten heruntergebrochen war die Begegnung mit Dima nahezu harmlos gewesen. Bis auf den Fakt, dass er Belves Grenzen nicht akzeptiert hatte war der Schaden minimal gewesen. Allerdings hatte er eine Grenze überschritten, die für Belve mehr bedeutete als einfach nur ein kleines No Go. Es war ein Trauma...Eine Erfahrung, die sich tief in sein Hirn und Herz gebohrt hatte und dort saß wie eine fette Krebszelle. Wuchernd, düster und furchterregend.

„Uhm ..Keinen physischen...Also…“ Belve blätterte mit tauben Fingern durch die Karteikarten. Er hatte eine Erklärung dafür schon aufgeschrieben und las diese nun stumpf von der Karte ab:

„Ich leide seit Portland an einer Postraumatischen Belastungsstörung, welche vor allem durch Waffen und Bedrohung als auch der erzwungenen direkten Erinnerung an die Ereignisse getriggert werden. Meine Symptome sind heftige, sich real anfühlende Flashbacks, die sich immer wiederholen, bis der Reiz von Außen gebrochen wird. Ich saß dort also um kam nicht weg, weil mein Trauma getriggert wurde“

Er sah vom Zettelt auf und legte diesen sofort weit beiseite. Stattdessen rutschte er näher in die Kissen und fokussierte sich auf tiefes ein und ausatmen.

„Er hat nach deinem alten Clan gefragt und du hast ihm die Informationen geben. War er damit zufrieden oder wollte er auch Sachen über uns erfahren? Wenn ja welche?

„Nein..“ Er schüttelte den Kopf, obwohl Tessa ihn ja nicht sehen konnte. „Nein er hat zu unserem Clan keine Fragen gestellt...Und wenn, dann hätte ich sie ihm auch nicht beantwortet ohne das vorher mit dir..zu besprechen…“

Immerhin hatte er Tessa versprochen aufzupassen. Daran hielt er s
#8
Tessa strich mit ihren Fingern über den Stoff ihres Rockes, während sie Belve zu hörte. Ihr Blick war immer noch auf das Bücherregal gerichtet. Weg von dem grellen Monitor. Manchmal vermisste sie echtes Papier und Briefe. Aber Emails machten das Leben schneller.

Die Erklärung klang vorbereitet. Sie nickte leicht. Wenn man an so etwas litt, dann machte eine solche Vorbereitung durchaus Sinn. Sie presste ihre Lippen zusammen und ließ das einen Moment einsinken.
Dann antwortete sie in ruhiger Stimme, „Danke für deine Ehrlichkeit. Ich vermute es nicht einfach darüber zu sprechen. Entsprechend sei dir bewusst, dass ich es zu schätzen weiß.“
Sie machte eine kleine Pause um Belve die Chance zu geben eine kurze Antwort zu geben.
Dann fügte sie hinzu: „Wenn du Interesse an professioneller Hilfe dafür hast, bin ich gerne bereit dir bei der Suche zu helfen.“ Sie war sich sehr bewusst, dass es als Vampir nicht einfach war Hilfe für solche Probleme zu erhalten. So, dass es wichtig war, dass Belve sich dessen wusste war, dass er auf sie und den Clan zählen konnte.

Dann verzog sie das Gesicht, „Was die Sache mit Dmitry angeht, ich bin mir nicht sicher, inwieweit er dies als Übergriff ansehen wird. Ich möchte dir also an dieser Stelle keine Hoffnungen auf etwas machen, dass dann ausbleibt. Was ich tun werde ist ihm deutlich zu machen, dass er seine Drohungen und Finger von allen meinen Leuten zu lassen hat.“ Letzteres konnte sie tun und darüber hinaus würde sie dann weitersehen, was sie noch erhalten konnte oder wie sie dies zum Vorteil des Clans nutzen konnte.


Ihr nächste Frage beantwortete er ebenso und Tessa schloss einen Moment die Augen. „Das war keine Anschuldigung an dich, Belvedaire,“ versicherte sie ihm. „Wenn ich von deiner Loyalität nicht überzeugt wäre, wärest du nicht hier. Mir geht es vor allem festzustellen, was ich vorbringen kann wo Dmitry über die Grenzen geschritten ist. Zu versuchen Informationen über Clanangelegenheiten durch Erpressung oder Drohung von Clansmitgliedern zu kommen gehört eindeutig dazu.“

An dieser Stelle schien es jedoch nicht der Fall gewesen zu sein, sondern nur Informationen über Belves alten Clan gefordert zu haben. Eine Handlung die problematisch war, doch in einem anderen Kaliber als letzteres.


„Gibt es noch etwas, dass ich wissen sollte? Details oder anderen Sachen?“ fragte sie schließlich nach. „Oder gibt es etwas, dass ich Bedenken sollte, wenn ich es aufbringe?“
#9
Es war wirklich ein bisschen so, wie er sich das gedacht hatte. Tessa konnte nicht viel tun. Zwar bot sie ihm Hilfe an, doch war er bereit für professionelle Hilfe? Irgendwie nicht. Er wollte keinem Fremden erzählen, was ihm in Portland passiert war. Er konnte es im Augenblick ja noch nicht einmal Daniel erzählen, obwohl der sehr gut darin war kleine Fragmente zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.

Nein, Belve schüttelte also ein weiteres Mal den Kopf ohne das Tessa es sehen würde.” Nein…Danke für das Angebot …Also für die professionelle Hilfe. Aber im Augenblick ist es noch etwas früh für mich” gestand er halblaut dann doch ins Telefon, atmete einmal durch und lauschte weiter.

Fakten wurden vermittelt die der junge Vampir durchaus verstehen konnte, obgleich er gerade so frustriert, verletzt und verängstigt war, dass er lieber gehört hätte, sie würde sofort nach Portobello fahren und ihn am Kragen aus seiner Villa ziehen. Natürlich ging das nicht, dass verstand er. Auch hier gab es Rangordnungen - genauso wie in Portland. Und als Flüchtling stand er da ganz unten.

„Gibt es noch etwas, dass ich wissen sollte? Details oder anderen Sachen?“ fragte sie schließlich weiter nach. „Oder gibt es etwas, dass ich Bedenken sollte, wenn ich es aufbringe?“


Belve suchte schnell nach den anderen Karteikarten, “Ja,,,Da gibt es noch etwas…Aber dass hat nur indirekt mit dem Vorfall zu tun. Oh..Das war schwierig…Ah…Belve suchte aus dem Stapel nach der richtigen Karte. Aks er sie fand, legte er sie zum Lesen auf seinem Schoß ab. “Also…Derjenige, der mich vom Strand abgeholt hat, Das war nicht irgendwer…Das ehm, war mein Freund. Also eh mein fester Freund” Er räusperte sich. Um die Gewässer erstmal zu testem erwähnte er noch nicht, dass sie bereits verlobt waren.

“Er weiß über Vampire bescheid…Schon bevor er mich traf. Ich ehm…würde ihn dir gerne vorstellen”
#10
Tessa nickte leicht bei den Worten. Mehr als anbieten konnte sie es ihm nicht. „Sei dir bewusst, dass wenn du diesen Schritt gehen möchtest, ich dir gerne helfe dies zu navigieren,“ versprach sie. Sie meinte es auch so. Es erschien ihr schon kompliziert für einen Menschen Hilfe zu erhalten mit solchen Problemen. Als Vampir war dies deutlich komplexer. Belvedaire sollte verstehen, dass er zumindest diesem Teil des Problems nicht alleine gegenüberstand.


Tessa war nicht erfreut über diese Situation. Sicherlich nicht, doch sie hatte auch keine vollen Spielraum in diesem Moment. Dies konnte nützlich werden, wenn sie die Karten richtig spielte, doch dies war ein eher langwieriger Prozess und keine Aktion, die Belve noch ihr akute Befriedigung geben würde.
Sie presste ihre Lippen zusammen und fokussierte sich auf etwas, dass sie in diesem Moment tun konnte. Nachdem Telefonat konnte sie dann die Weichen für mehr stellen.


“Ja,.. Da gibt es noch etwas…Aber das hat nur indirekt mit dem Vorfall zu tun.“ kam es dann noch von Belve. Tessa richtete sich etwas auf.
„Ja?“ fragte sie sanft nach.
Eine helle Augenbraue hob sich als er einen Freund erwähnte. Einen festen Freund. Einen Partner.
„Jemand, den du bereits aus Portland kanntest und der ebenfalls hierherkam?“ fragte sie nach. Belve war weniger als wenige Wochen in der Stadt. Es erschien ihr unwahrscheinlich, dass er hier jemand neues in so kurzer Zeit kennengelernt hatte, den er in den Clan einweihen wollte.
„Handelt es sich um einen weiteren Vampir?“ erkundigte sie sich dann noch. Wenn es ein Vampir war, der ebenfalls ein neues Zuhause suchte, wäre das unerwartet, aber nichts mit dem man nicht umgehen konnte.
#11
„Jemand, den du bereits aus Portland kanntest und der ebenfalls hierherkam?“

Obwohl sie es nicht sehen konnte, schüttelte Belve sachte seinen Kopf. “Nein…Nicht aus Portland” begann er leise. Die Kontakte, die ihm aus Portland geblieben waren konnte er an einer Hand abzählen. Der Rest lebte nicht mehr oder war verschollen. Mhn…Belve biss sich etwas auf die Unterlippe. Er zwang sich zu einem ruhigen Atemzog und dazu, sich auf das Gespräch zu konzentrieren.

„Handelt es sich um einen weiteren Vampir?“

Auch das verneinte er mit einem für Tessa unsichtbaren Kopfschütteln und “ Nein.” Die Beine sortierte er auf der Couch anders, legte sie zur Seite, aber zog sie dann doch wieder eng an sich. “Er ist ein Mensch. Aber er weiß bescheid…Er hat auch…irgendwie direkt gewusst, dass ich ein Vampir bin. Aber er ist nicht gefährlich! Nicht für uns…” Für andere Vampire die sich nicht an den Frieden hielten oder gefährlich aggressiv waren traf das nicht zu.

“Er ist klug….Und gerecht…Ich würde ihn dir gerne vorstellen Tessa…”
#12
Tessa tippte mit den Finger gegen ihre Lippen bei der Antwort. Also eine neue Bekanntschaft hier in so kurzer Zeit. Sie kannte den anderen Vampir nicht gut genug um einschätzen zu können, ob dies ein normales Verhalten für ihn war. Ace warf sich immer mit voller Inbrunst in alles, so dass seine spontanen Begeisterungsstürme für etwas von dem er gestern nicht wusste, dass es existierte, sie nicht mehr überraschten.
Belvedaire war ihr nie so extrovertiert passioniert erschienen.
Doch nur weil er es nicht laut nach Außen trug, dass er nicht dennoch leidenschaftlich für etwas brennen konnte.

Die nächsten Worte ließen sie allerdings stutzen. „Er hat direkt gewusst, dass du ein Vampir bist?“ fragte sie nach. Konnte dies etwas mit der Spur, die sie bei den Jaeger gefunden hatte, zu tun haben. Mit der Immunität, die sie festgestellt hatten? Sie hatten noch keine Antworten, so dass Tessa nicht sicher war, ob dies damit etwas zu tun haben konnte. Oder überhaupt möglich war. Feststand es fehlten ihr die richtigen Informationen für eine logische Entscheidung.
„Belvedaire, hat er sich erklärt, woran er es festgestellt hat? Oder woher er von Vampiren weiß?“ hackte sie nach. Sie konnte den Hauch an Sorge nicht vollkommen aus ihrer Stimme bannen.

Sie machte eine Pause, schloss die Augen und überlegte, wie sie am besten vorgehen sollte.
„Ich bin grundsätzlich bereit ihn kennen zu lernen. Doch ist Vorsicht mein höchstes Gebot. Entsprechend würde ich gerne vorher Nachforschungen anstellen lassen, wen ich vorgestellt werde. Ich gehe nicht davon aus, dass du vor hast mich als eine flüchtige Bekannte vorzustellen,“ gab sie zu bedenken.
#13
Verdammt …Am anderen Ende der Leitung stutzte Tessa. Obwohl Belve in Sachen zwischenmenschlicher Begebenheiten nicht gut war und ein Telefonat alles noch einmal schwieriger und unangenehmer für ihn machte, konnte er hier sehr gut ihr Zögern heraushören. Haa…Innerlich wie äußerlich verspannte ein. Seine Finger zogen sich in den Pulli, in dessen Innenleben irgendwo ein loser Faden hing, den er ein und wieder auswickelt. Hin und zurück. Immerwieder.

„Er hat direkt gewusst, dass du ein Vampir bist?“

Der junge Vampir nickte tapfer und für niemanden sichtbar. “ ja”

„Belvedaire, hat er sich erklärt, woran er es festgestellt hat? Oder woher er von Vampiren weiß?“

Jetzt durfte er sich keinen Fehler mehr erlauben. Es war wichtig, dass Tessa die Wahrheit bekam, aber genauso wichtig war es, nicht sofort alles über Daniel Preis zu geben. Immerhin hingen an ihren beiden Lebensarten Freunde, die es noch zu schützen galt. Daniels wie auch seine eigenen. Ein Annähern zwischen beiden Fronten durfte nicht zu abrupt sein. Für sie selbst war das kein Problem. Ihre Galaxien waren miteinander kollidiert und zusammengewachsen, oder hatten schon immer zusammen gehört, was diese kurze und intensive Reise zwischen ihnen erklären könnte. Aber dieses Verständnis, dass ihre Leben so einfach einander fanden, mochte nicht für alle anderen Parteien so funktionieren.

Haa….Er sortierte schnell nochmal durch seine Karten.

“Er kennt Vampire aus dem Drunken Ghoul, weil er hin und wieder m´Geschäfte mit Alchemisten und Vampiren macht…Ich denke er hat einen guten Blick gehabt…Ich habe mich nicht anders verhalten. Aber er ist klug und aufmerksam…” begann Belve mit möglichst viel Ruhe in der Stimme, obwohl er eigentlich super nervös war.

„Ich bin grundsätzlich bereit ihn kennen zu lernen. Doch ist Vorsicht mein höchstes Gebot. Entsprechend würde ich gerne vorher Nachforschungen anstellen lassen, wen ich vorgestellt werde. Ich gehe nicht davon aus, dass du vor hast mich als eine flüchtige Bekannte vorzustellen,“

“Eigentlich…Solltet ihr ihn sogar schon kennen und bereits durchleuchtet haben” gestand Belve, pausierte kurz und fuhr dann fort: “ Er macht auch Geschäfte mit Xatory. Anthony kennt ihn. Daniel ist der Inhaber von Re:Tec…Ich hab ihn…kennengelernt als ich für Ace letztens einige Sachen abholen sollte”
#14
Tessa tippte ihre Finger auf der Tischplatte. Die Konstellation an Geschehnissen in den letzten Wochen hoben die Gefahr durch die Regierung weiter an. Während sie die Notwendigkeit der Maßnahmen, die der Rat ergriffen hatte sah, eskalierte dies den stummen Krieg weiter.
Doch dies war nicht die Frage in diesem Moment. Sondern, ob Belvedaires neue Bekanntschaft ein weiteres Symptom dessen war.

Das erste Ja brachte die Frage weiter in Fokus. Tessa war vollkommen ruhig in ihrem Stuhl geworden. Nicht einmal atmen tat sie in dem Moment. Letzteres war auch mehr eine Angewohnheit als Notwendigkeit.


Dann fielen Worte, dass ihr hinreichend Entwarnung gaben für den Moment. Drunken Ghoul und Alchemisten. Das konnte eine Verbindung und ein Wissen erklären jenseits der Jaeger. Die Formulierung machte allerdings klar, dass es sich bei dem jungen Mann nicht selbst um einen Alchemisten handelte. Entsprechend warf es die Frage auf, wie er zu dem Wissen gekommen war. Doch das konnte sie noch zu einer anderen Zeit herausfinden.


Die nächsten Worte brachten noch weiteres Licht ins Dunkel. „Ah, er ist ein Geschäftspartner von Ace. Das erklärt wie du ihn kennengelernt hast,“ sie nickte leicht. Die Entwarnung war aus ihrer Stimme zu hören. „Ich vermute, dass wir einen allgemeinen Backgroundcheck gemacht haben, ehe wir geschäftliche Beziehungen eingegangen sind. Im Angesicht dessen dass du anscheinend vor hast engere Beziehungen aufzubauen, die auch Folgen für die Sicherheit des Clans haben kann, würde ich dennoch etwas mehr Nachforschungen anstellen. Wir wollen keine unerfreulichen Überraschungen,“ fasste Tessa zusammen. Ihre Stimme hatte wieder einen ruhigen Ton angenommen. Dies erschien mehr eine Routine aus ihrer Sicht zu sein als eine wirkliche Warnung.

„Wie eilig möchtest du das Treffen stattfinden lassen?“ erkundigte sie sich schließlich.




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