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Mitternachtsblau
Welcome!
Willkommen in Edinburgh!
Wir sind ein
Urban Fantasy RPG
, das im Jahr 2020 in Edinburgh, Schottland spielt. Hier geht's um Konflikte und Bündnisse zwischen einer alchemistischen Geheimgesellschaft und Vampiren, um die Suche nach Elementaren und einer in Vergessenheit geratenen Form von Magie. Das alles findet abseits des Alltags und in Unwissenheit der normalen Bürger Edinburghs statt. Wer von ihnen wagt einen Blick in eine Welt voller Magie und dunkler Geheimnisse?
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The Scotsman


Telefonat Phil & Theia
Szenen-Informationen
Charaktere Phileas Marlowe » Theia Athanasiou
Datum 22.03.2020
Ort
Tageszeit 9 PM
#1  
Vermutlich waren drei Tage zu viel gewesen – die Tochter Alexandros‘ hatte sich bestimmt schon einen anderen Detektiv gesucht. Oder Nekromanten. Phil wusste nicht einmal, um was es eigentlich ging, was er aktuell sehr bedauerte. Er wusste nur, dass die Loge mit hineinspielen würde und da hatte sein Denken schon blockiert. Er lebte zwar in einer Stadt, in der eine Loge ansässig war, aber er lebte okay. Leider musste er seit Iains Versetzung damit rechnen, einen neuen Aufpasser zu bekommen, vielleicht hatte er ja auch schon einen, ohne es mitzubekommen. Vielleicht trieb sich besagter Schnüffler ja auch regelmäßig hier in seiner Wohnung herum, ohne, dass Phil etwas mitbekam? Mit Iain waren die kleinen magischen Alarme nicht mehr aktiv, denn sie mussten regelmäßig erneuert werden und leider hatte Phil keine Ahnung von Runenmagie. Stattdessen hatte er die Steine aus dem Treppenhaus entfernt und in seinem Zimmer aufbewahrt. Eine magische Absicherung hatte dieses Haus nun keine mehr…

Er hatte sich nicht drei Tage Zeit gelassen, um Theia zu ärgern (auch wenn sie es verdient hätte!). Nein, er hatte wirklich lange und intensiv nachgedacht. Angesichts der ganzen offenen Fragen und möglichen Bedrohungen, hatte er schließlich eine Entscheidung getroffen.
Es war kurz nach neun abends, Phil saß auf seinem schmalen Bett, nur zwei Kerzen im Zimmer, ein Toast auf der Bettdecke, das Fenster geöffnet, und wählte ihre Nummer.
Als sie ranging, wechselte er prompt ins Griechische.
„Phil… von Marlowe P.I. hier“, identifizierte er sich und schloss die Augen. Er hoffte, er machte keinen kolossalen Fehler.
„Kannst du… reden?“
In seiner Vorstellung crashte er gerade das Familienessen (warum sah es in seiner Vorstellung aus wie bei der Addams Family?) und Alexandros starrte seine Tochter in Grund und Boden, weil die es gewagt hatte, beim Essen ans Handy zu gehen.
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#2  
Moana schwang sich gerade an einer Palme den Berg hinab auf dem Fernseher in TJs Wohnzimmer. Nicht, dass TJ das sah. Diese lag auf dem Bauch quer über ihr Sofa, so dass ihre Füßen über die Armlehne hingen. Bunte Kissen verstreut auf dem Fußboden um sie herum wie wild wachsende Blumen. Ihr Gesicht war in einem Kissen versenkt und ihre wilden Locken hingen über das Kissen und die Sofa kannte.
TJs Kopf brummte von einem langen Tag Aufräumen, Einkaufen und Kochen. Sowie dem ständigen Gefühl verfolgt zu werden, sobald sie das Haus verließ.

Ein Arm hing hinab und pendelte neben ihrem Handy auf dem Boden. Sie sollte was essen. Aber aufraffen konnte sie sich nicht. Gestern was sie außerdem super spät zu Hause gewesen von dem Fest. So gut das Konzert gewesen, aber mit dem Bus erst nach 21 Uhr in Stonehaven los, bedeutete, dass das Shuttle sie erst um Mitternacht in Edinburgh gesetzt hatte. Schreckliche Entscheidung.

Plötzlich klingelte das Telefon und TJ zuckte zusammen, verlor das Gleichgewicht und viel mit einem Aufschrei der Couch. Sie landete auf ihrer Seite und dem Telefon. Mit ungelenkten Bewegungen angelte sie nach dem Telefon unter ihren Rippen, schaffte es an ihr Ohr zubekommen und gab ein etwas außer Atem klingendes „Hallo?“ von sich.
Sie klemmte noch immer zwischen Sofa und Couchtisch. Die Beine verknotet und halb der Seite liegend.
Die Stimme auf der anderen Seite fiel ins Griechische.
„Phil… von Marlowe P.I. hier“, sagte eine noch nicht so vertraute Stimme.
„Oh,“ machte sie erfreut und prustete sich dann ein paar Strähnen aus dem Gesicht.
„Ja, ja… ich kann reden,“ versicherte sie eifrig und versuchte sich erneut darin halb aufzurichten. Dabei stieß sie sich mit Rücken am Tisch und gab ein Uffz von sich.
„Was möchtest du wissen? Hast du eine Entscheidung für mich?“ fragte sie dann nach dem sie wieder auf dem Boden lag.
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#3  
So gehetzt, wie Alexandros‘ Tochter klang, war Phils Thorie, dass dieser ihr gerade in den Nacken atmete, vielleicht nicht. „Oh,“, machte sie dann, was schon viel entspannter klang. Vielleicht hatte sie auch mit jemand anderen gerechnet. Phil nickte sich selbst zu.
„Ja, ja… ich kann reden.“
Kurz darauf raschelte es nicht minder hektisch und dann ächzte sie. War sie schon wieder eine Treppe hochgefallen? Phil zupfte an seiner Bettdecke und fröstelte leicht, dennoch schloss er das Fenster nicht.
„Was möchtest du wissen? Hast du eine Entscheidung für mich?“, fragte Theia dann und Phil atmete durch.
„Ja“, antwortete er. „Ich… würd‘ in der Sache gern ermitteln…“ Zögernd sagte er dies, fügte dann aber schnell hinzu: „Es sei denn, du hast jemand anderen gefunden. Das wäre auch okay. Ich sagte ja schon, für mich steht- mhm- nicht wenig auf dem Spiel…“
Er sah sich in seinem Zimmer um, als befürchtete er, dass ihn jemand beobachten könnte.
„Kannst du mir ein paar mehr Details nennen, um was es genau geht?“, fragte er dann.
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#4  
„Ja“, hörte TJ Phils Stimme aus dem Telefon. Ja, er hatte eine Entscheidung? Ja, er würde ihr helfen? Sie öffnete den Mund und dann sprach Phil weiter: „Ich… würd‘ in der Sache gern ermitteln…“
Ihr Herz hüpfte vor Freude. Endlich Hilfe! Sie holte tief Luft und schwieg. Sie wartete, bis Phil zu Ende gesprochen hatte. Während er redete, rollte sie sich auf die Seite, so dass sie mit dem Fuß den Tisch weiter in den Raum schieben konnte. Er schabte über den Teppich und TJ zog einmal tief die Luft ein.

„Ja, also nein, meine ich, also ja,“ sagte sie schließlich. „Was ich meine, Ich habe niemand anders und es wäre wirklich hilfreich, wenn ich deine Hilfe bekommen könnte.“ Hoffnung lag in ihrer Stimme.
Sie machte eine Pause und drückte sich hoch. Sie zog die Beine zu sich und setzte sich endlich auf. Mit dem Rücken zum Sofa, lehnte sie sich zurück und drückte auf Pause auf dem Fernseher.

„Ich glaube jemand versucht mich zu ermorden,“ sagte sie auf seine Frage. Es lag ein Zittern in ihrer Stimme bei den Worten. „Über die letzten Monate habe ich immer wieder Unfälle, die sehr gefährlich waren. Und nun ja, die Menschen um mich herum, sagen, dass es überaus unwahrscheinlich ist. Es gibt quasi ein… Muster. Und vor knappen zwei Wochen hat mich jemand versucht zu entführen. Als würde ihnen die Zeit ausgehen…“
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#5  
„Ja, also nein, meine ich, also ja.“
Phil runzelte die Stirn. Das war ein… Ja?
„Was ich meine, Ich habe niemand anders und es wäre wirklich hilfreich, wenn ich deine Hilfe bekommen könnte“, erklärte sie, bevor Phil nachfragen konnte. Der schluckt. Ein kleiner von ihm hatte noch gehofft, dass sie jemand anderes gefunden hatte. Dass er die Sache abhaken konnte, ohne das Gefühl zu haben, eine Chance vertan zu haben.
Andererseits… wenn die Loge mit ihrem Fall zu tun hatte, wie hoch war die Chance, einen PI zu finden, der das Ganze durchschaute (oder zumindest erahnte) und eben so mitspielte, dass Theia die Geheimhaltung nicht gefährden musste?

Phil fragt nun danach, um was genau es eigentlich ging. Hochtönige Geräusche und Musik im Hintergrund verschwanden plötzlich. Vermutlich ein Film, der pausierte.
Dann sagte sie: „Ich glaube jemand versucht mich zu ermorden.
Phil schnaubte.
Irgendwie hatte es doch nur SO lauten können, oder? Wenn sie nicht ausschloss, dass die Loge darin involviert war? Natürlich musste es gleich um Mord gehen… Phil rieb sich die Stirn.
„Über die letzten Monate habe ich immer wieder Unfälle, die sehr gefährlich waren. Und nun ja, die Menschen um mich herum, sagen, dass es überaus unwahrscheinlich ist. Es gibt quasi ein… Muster. Und vor knappen zwei Wochen hat mich jemand versucht zu entführen. Als würde ihnen die Zeit ausgehen…“, erzählte sie weiter.
Bei der Erwähnung von Unfällen wurde er aber hellhörig.
„Und… du bist dir sicher, dass sie nicht… selbstverschuldet waren?“, fragte er mal vorsichtig nach. „Ich mein – du schaffst es, Treppen hochzufallen! Ich finde das sehr unwahrscheinlich…“
Die kritische Stimme, die alles hinterfragte, selbst die offensichtlichsten Tatsachen – das war sein Job. Außerdem hatte er die Athanasiou bisher nicht als geschickteste Frau kennengelernt. Das war zwar so gar nicht das Bild, das er von ihr hatte, aber vielleicht war sie ja anders geschickt.
Eine geschickte Manipulantin.
„Was für Unfälle waren das? Und haben die Zeugen mehr als dich… verunfallen gesehen?“, fragte er weiter.
Eine junge, mobile und nicht eingeschränkte Person unterstellte man schnell, auch geschickt und sportlich zu sein und kam schnell zu dem Schluss, dass es ja nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, wenn sie mal doch verunfallte. Aber die Realität schien eher so auszusehen, als wäre Theia Meisterin darin, die geringen Wahrscheinlichkeiten eines ‚unwahrscheinlichen Unfalls‘ einzuheimsen.
Ganz durch Eigenverschulden.
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#6  
„Und… du bist dir sicher, dass sie nicht… selbstverschuldet waren?“, war die erste Fragen, die sie erhielt. Und sie hatte mit dieser rechnet. Es machte schon Sinn. Sie war nicht gerade… na ja die eleganteste Gazelle in das Savanne. Waren wir ehrlich. Wenn sie eine Gazelle wäre, hätte ein Loewe sie schon längst gefressen.
„Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass einige der Unfälle definitiv keine waren, aber ich bin mir nicht sicher ob alle Vorfälle darunterfallen,“ erklärte sie hoffentlich überzeugend. Sie wartete gespannt, ob er ihr Glauben schenken würde.

„Was für Unfälle waren das? Und haben die Zeugen mehr als dich… verunfallen gesehen?“, fragte er schließlich und TJ atmete erleichtert auf. Zumindest schien er ein wenig daran zu glauben.
Sie schnaufte einmal, schob den Couchtisch weiter ins Zimmer und richtete sich auf. Schließlich saß sie mit dem Rücken an der Couch und angelte nach der Decke. Sie warf sie sich über ihre Beine, als sie anfing zu berichten.

„Okay, der erste mögliche Unfall oder besser Überfall war Anfang Dezember. Ich war mit einer Freundin in einer Diskothek gewesen. Auf dem Weg durch die Innenstadt haben wir eine Abkürzung genommen und sind von einem Vampir auflauert worden. Sie weiß nichts von Vampiren und glaubte, dass wir von einem Dude mit komischen Fetisch angefallen worden sind. Durch Blitzlicht aber wir es geschafft wieder auf eine volle Straße zukommen,“ sagte sie. Sie ließ die Sache mit der Tastatur in diesem Moment aus. „Vielleicht waren wir auch einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort in einer Stadt. Ich weiß es nicht.“

„Der nächste Vorfall, der aus meiner Sicht schon eher zu den möglichen Kandidaten für geplant fällt, war im Hafen. Ich war bei meinem üblichen Nachtmittagsspaziergang unterwegs entlang des Piers. Auf einmal rauschte ein Radfahrer vorbei. Dunkle Kleidung, mit Mütze und Schal im Gesicht. Der packte meine Tasche, doch bekam sie nicht los. Er hielt an und wir rissen daran rum. Schließlich stolperte ich nach vorne und schlug mit dem Kopf gegen etwas. Das nächste an das ich mich erinnere ist, dass auf einem Boot aufwache, weil mich jemand bewusstlos aus dem Wasser gezogen hat. Nicht der Radfahrer. Der hat vielleicht etwas gesehen,“ erklärte sie. „Meine Tasche war weg…“ Ob im Wasser oder mit dem Radfahrer konnte sie nicht sagen.

„Im Januar dann lauerten mir Maenner in einer Gasse auf und versuchten erneut meine Tasche zu stehlen. Es endete in einer gewaltsamen Auseinandersetzungen, aus der ich dank eines Freundes der dabei rausgekommen bin,“ erzählte sie. „Er ist ein Vampir. Der Vorfall begann mit dass mir jemand das Handy aus der Hand gerissen hat und dann in die Gasse gerannt ist, wo die anderen gewartet haben.“ Sie machte eine Pause und schaute etwas beschämt auf ihre Finger. „Und ja ich bin direkt reingelaufen.“

„Dann Anfang Februar bin ich fast auf dem Parkplatz des Krankenhauses angefahren worden. Meine Freundin, dieselbe mit der ich in der Disco war, schubste mich zur Seite. Sie wurde angefahren und der Fahrer unternahm Fahrerflucht,“ TJs Stimme klang in diesem besorgter als vorher. Jemand anders verletzt zu sehen, weil jemand ihr ans Leder wollte, war nichts, was sie gut vertrug.

„Wenige Tage später war ich mit Iain essen und eine Kühlanlage fiel vom Restaurant direkt auf den Gehweg vor dem Ausgang, als wir rausgingen. Das war Valentinstag und wir hatten in der Loge erzählt, dass wir essen gehen wollte und wohin…“ sie rieb sich das Gesicht. So ruhig und logisch sie versuchte das alles zu schildern. Je länger sie sprach, desto mehr kroch echte Angst in ihren Stimme. „Niemand konnte uns erklären wie das möglich gewesen sei. Es geht noch hin und her, aber ich werde wohl eine Abfindung von den Besitzer bekommen, weil niemand vor Gericht gehen will. Es gab einiges an zeugen im Restaurant und auf der Straße. Und natürlich Iain.“

„Und waren wir zusammen auf einem Konzert. Iain und ich. Wir waren in der Konzerthalle und hatten Sitzplätze für die Veranstaltung. Es waren direkt an der Balustrade zu der unteren Ebene. In der Pause gab es einen Ruck und irgendwie bin ich über die Balustrade gefallen. Ich konnte mich halbwegs festhalten und direkt unter der Balustrade stand ein breiter Tisch, so dass ich nicht tief gefallen bin. Zu anderen Zeiten steht da kein Tisch. Das war nur für den Abend so,“ erklärte sie dann schließlich. „Das war der Moment wo Iain meinte, dass etwas nicht stimmte.“

„Na ja und dann vor drei Wochen haben mich versuche Leute auf dem Heimweg vor meinem Haus in einen Wagen zu schleifen. Remi war dort und hat es verhindert,“ beendete sie schließlich alles. Inzwischen zitterten ihre Finger wieder und man hatte die Angst deutlich in ihrer Stimme gehört.
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#7  
Immerhin – und das rechnete Phil ihr hoch an, immerhin hatte er ein Bild von Theia, das nicht besonders glanzvoll war – echauffierte sie sich nicht über seine Nachfrage. Als sie antwortete, klang sie recht abgeklärt.
„Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass einige der Unfälle definitiv keine waren, aber ich bin mir nicht sicher ob alle Vorfälle darunterfallen.“
Also… hatte vielleicht ein Teil der Unfälle etwas miteinander zu tun, ein anderer Teil nicht. Nunja, mal sehen. „Okay“, sagte er daher nur.
Dann hakte nach Details nach.

Als Theia zu berichten begann, rutschte Phil von seinem Bett und suchte eiligst Papier und Stift. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er so viele Informationen bekommen würde. Er klemmte sich das Handy zwischen Schulter und Ohr und fand schließlich einen Block und einen Bleistift. Dann ging er zurück zum Bett, setzte sich und schrieb. Da war sie schon bei der Hafengeschichte. Das erste war die Vampirstory gewesen, richtig?
Er konzentrierte sich beim Zuhören, seine Hand schrieb schnell mit. Irgendwann stellte er auf Lautsprecher und legte das Handy auf den Block.
„Eine Kühlanlage“, echote Phil etwas ungläubig. Je länger er zuhörte, desto mehr schien die Vorstellung, dass sie einfach nur tollpatschig war, abwegig zu werden.
Es folgten noch ein Sturz von einer Balustrade und ein weiterer Angriff auf offener Straße.

Als Theia geendet hatte, kratzte noch eine Weile der Bleistift auf dem Papier in die Stille hinein. Vielleicht eine Minute lang.
Dann beendete Phil seine Mitschrift und rieb sich die Stirn.
„Das sind viele Unfälle“, fasste er zusammen. Dann atmete er durch.
„Also Vampire zu bezahlen, wenn man doch eigene Handlanger hat, klingt erst einmal unlogisch, allerdings haben Vampir diese nette… Manipulationstechnik…“, erklärte Phil und stockte kurz. Er erinnerte sich daran, dass auch ihm ein mentaler Befehl eingepflanzt worden war; er saß da immer noch, blockierte wie so ein Thrombus in einer Arterie seine Erinnerungen oder weckte Sprechblockaden, wo keine sein sollten. Er räusperte sich.
„Und du wurdest niemals direkt angesprochen oder erpresst?“
Mord war in den meisten Fällen immerhin nur dann eine Lösung, wenn man wusste, dass andere Methoden nichts bringen würden. Oder wenn sich die Zielperson um eine ernsthafte Gefahr für einen selbst – oder eine höhere Sache – handelte. „Hast du eine Vermutung, ob… ob diese Leute dich deinetwegen oder wegen dem, woran du arbeitest, loswerden wollen oder weil du… nunja, Alexandros Tochter bist?“
Allein den Namen ihres Vaters auszusprechen bereitete ihm Übelkeit.
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#8  
Dank ihren langen Gespräch mit Belve ( Remi Bernard ) über all die Ereignisse schaffte TJ es durch die Vorfälle zukommen ohne dabei in Tränen auszubrechen. Dennoch zitternden ihre Finger genauso wie ihre Stimme am Ende gezittert hatte. Doch nun schluckte sie einmal, schloss die Augen und atmete tief durch.
Angst half ihr gerade gar nicht. Wenn sie nicht klar denken konnte, dann konnte ihr auch nicht geholfen werden. Um Phil alle Informationen zu geben, die er brauchte, musste sie sich zusammenreißen.

Sie war sehr dankbar, dass Phil noch eine Weile schwieg nach dem sie geendet hatte. Sie nutzte die Zeit und die Augen zu schließen und sich wieder vollkommen zu fangen. Also sie ihre goldenen Augen wieder öffnete, blickte sie ruhig in ihre Wohnung. Sie würde mit dieser Nummer auch klarkommen.

„Ungewöhnlich vielen,“ sagte sie etwas vorsichtig. Sie kam sich immer noch so vor, als hätte sie sich das alles eingebildet. Doch es machte keinen Sinn. Es waren einfach zu viele zu präzise Sachen.

TJ nickte leicht, „Ich weiß es nicht, aber die Vorfall mit dem Vampir am Anfang wirkte irgendwie anders,“ sie klang vorsichtig. „Vielleicht lag es auch nur daran, dass ich angetrunken war und von einer Feier kam.“ Sie zuckte mit den Schultern. Sie wusste nicht wirklich was zusammen gehörte und was wirkliche Unfälle waren.

Bei seiner nächsten Frage legte sie den Kopf in den Nacken. „Hmm, ich glaube bei dem Vorfall mit dem Handy wollten sie mich verprügeln und dann vielleicht reden. Zumindest wirkten sie, als hätten sie es auf einschüchtern abgesehen, aber sie kamen nie dazu.“ Sie dachte daran was mit den Männern passiert war. „Sagen wir einfach der Bekannte, mit dem ich unterwegs war, hat deutlich mehr Zeit im Gym verbracht als der Haufen und war dazu noch ein Vampir. Daher funktionierte ihr Plan nicht richtig. Aber in dem Moment habe ich auch nicht realisiert, dass gut gewesen wäre zu fragen, was sie eigentlich von mir wollten.“

„Bei allen anderen Vorfällen hat nie jemand mit mir gesprochen noch, versucht mit ihr zu reden,“ erklärte sie dann ehrlich. „Und auch sonst habe ich keine Nachrichten bekommen, die irgendetwas verlangten oder so.“

Sie ließ Phil das verdauen und wartete ab. Seine nächste Frage ließ sie ihren Lippen zusammenpressen.
„Ich glaube ein bisschen von allem,“ gestand sie dann ein. „Ich arbeite an etwas, dass… na ja… sagen wir einfach Athen ist nicht sonderlich begeistert.“ Sie rieb sich über das Gesicht. Die Geheimhaltung war… eh für ‘n Arsch. Phil war ein ehemaliger Alchemist. Dazu vermutlich noch Nekromant.
„Okay, ich sage dir jetzt etwas, dass bisher nur der Rat in Athen, mein Vater, mein Meister und eine Handvoll andere Leute wissen. Vermutlich ist es dabei ein größere Runde in Athen zu machen, seit ich dort war, aber das war erst vor einigen Wochen und die Unfälle haben schon deutlich früher angefangen,“ TJ redete um den heißen Brei rum und sie wusste es.
„Ich kann voll funktionsfähige, lebende Gliedmaßen durch Nekromantie nachwachsen lassen an lebenden Menschen. Diese Gliedmaßen sind ein 100% DNA-Match der Person,“ erklärte sie. „Dabei benutze ich keine untote Biomasse und es basiert vollständig auf den nekromantischem Glyphensystem. Man kann damit auch kleinere Wunden zu wachsen lassen.“

Sie ließ das einen Moment im Raum stehen. „Der Athener Rat hat Ende Februar eine offizielle Demonstration erhalten und es als Meisterstück in der Nekromantie abgelehnt mit der Begründung, dass es keine traditionelle Anwendung der Nekromantie wäre.“ Und ja TJ klang überaus wütend darüber.
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#9  
Auf Phils Frage, ob Theias Angreifer sie erpressen wollten oder andere Forderungen gestellt hatten, meinte sie: „Hmm, ich glaube bei dem Vorfall mit dem Handy wollten sie mich verprügeln und dann vielleicht reden. Zumindest wirkten sie, als hätten sie es auf einschüchtern abgesehen, aber sie kamen nie dazu. Sagen wir einfach der Bekannte, mit dem ich unterwegs war, hat deutlich mehr Zeit im Gym verbracht als der Haufen und war dazu noch ein Vampir. Daher funktionierte ihr Plan nicht richtig. Aber in dem Moment habe ich auch nicht realisiert, dass gut gewesen wäre zu fragen, was sie eigentlich von mir wollten. Bei allen anderen Vorfällen hat nie jemand mit mir gesprochen noch, versucht mit ihr zu reden. Und auch sonst habe ich keine Nachrichten bekommen, die irgendetwas verlangten oder so.“
Phil schnaubte.
Er war sich nicht sicher, was er davon halten sollte, dass Theia mit Vampiren abhing. Er war bis zu dem Zusammenstoß mit besagtem Vampir, dessen Namen er nicht einmal in Gedanken klar ausformulieren konnte, eigentlich recht liberal im Umgang mit Vampiren gewesen. Dann war Holly verschwunden und die Manipulation hatte Ängste in ihm geweckt, mit denen er nicht umzugehen wusste. Seitdem hatte er all seine beruflichen Vampirkontakte gemieden, auch wenn er lange nach Holly gesucht hatte. Doch sie war wie vom Erdboden verschluckt, selbst ihre Tauben auf dem Dach waren nicht mehr in ihrem Verschlag gewesen.
Wenn es für Vampire nicht mehr sicher in der Stadt war, was sollte er sich mit ihnen abgeben? Er hatte genug Dreck am Schuh kleben.

Er überlegte, ob Theias Verfolger Vampire sein konnten. Allein aufgrund der Tatsache, dass sie anscheinend welche in ihrem Umkreis hatte. Aber die ganzen Anschläge waren so gar nicht vampirtypisch – es sei denn, ihre Erinnerungen waren schon mehrfach durch die Mangel genommen worden.
Er schrieb das Wort ‚Gedächtnis?‘ neben seine Notizen.

Schließlich fragte er nach ihren Vermutungen und erfuhr, woran sie arbeitete.
„Ich kann voll funktionsfähige, lebende Gliedmaßen durch Nekromantie nachwachsen lassen an lebenden Menschen. Diese Gliedmaßen sind ein 100% DNA-Match der Person,“ erklärte sie. „Dabei benutze ich keine untote Biomasse und es basiert vollständig auf den nekromantischem Glyphensystem. Man kann damit auch kleinere Wunden zu wachsen lassen“, erklärte sie und Phil zog nur ein wenig die Nase hoch, kritzelte ein Gehirn mit zwei Beinen neben seine Notizen und sagte: „Aha.“
Er hatte den Leichenkram nie besonders gemacht, aber er verstand, dass jede Art von Innovation von der alten Führungsriege in Athen scharf kritisiert wurde. Daran würde sich bis heute wenig geändert haben.
„Der Athener Rat hat Ende Februar eine offizielle Demonstration erhalten und es als Meisterstück in der Nekromantie abgelehnt mit der Begründung, dass es keine traditionelle Anwendung der Nekromantie wäre.“
Jetzt lachte Phil leise und klang dabei ungewollt gehässig.
„Immerhin hast’e nur dein Meisterstück verloren und wurdest nicht gleich geschmissen!“
Wäre sie eine einfache Alchemistin, hätte ihr das vermutlich durchaus geblüht, aber als Tochter von Alexandros? Er stockte kurz in seiner Schadenfreude.
„Warum hat dein Vater nicht eingelenkt? Ich mein‘, der müsste die Entscheidung, dir `nen Titel zu verleihen, doch entsprechend lenken können…?“
Und da kam ihm noch eine Frage, eine, die ihn schon wurmte, seit er wusste, dass Alexandros in Edinburgh ist.
„Sag‘ mal, warum ist der überhaupt hier und nicht drüben?“
Wo er hingehört?
Den Zusatz verkniff er sich aber.
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#10  
TJ hörte das Schnauben und presste ihre Lippen zusammen. Es war eindeutig, dass Phil sie für etwas beschränkt, hier. Wenn sie ehrlich war, stimmte das auch in diesem Moment. Wenn einem aufgelauert wurde, sollte man sich wirklich damit beschäftigen, warum. Vor allem, wenn es als Teil einer Reihe von Unfällen geschah. Sie ließ ihre Stirn auf den Tisch sinken und die Welle an Scharm über sich rollen.
Wenigstens kommentierte er ihre Dummheit nicht weiter.

Ihre Forschung schien ihn nicht zu beeindrucken. Hallo! Gliedmaßen nachwachsen lasen? Sie hatte Organtransplantation gelöst! Für einen Moment wollte sie sich aufregen wie wenig Aufmerksamkeit er dem schenkte. Es würde menschliches Dasein so viel verbessern. Wenn sie einen Weg fand, dass sie auch nutzen konnte. Auf einmal ein Herz rumliegen zu haben, warf fragen auf…

Dann wurde sie auch noch ausgelacht. Jetzt war es an TJ zu schnauben. „Ja ja, lach nur. Ich habe zehn Jahre daran gearbeitet Nekromantie für etwas Sinnvolles zu nutzen und nicht nur um irgendwelche untoten Handlager zu haben die Kisten tragen können! Und dann erfindet man etwas, dass hunderten von Menschen helfen, kann die dringend neue Niere oder andere Organe brauchen brauchen und keine passenden Spender haben um ein normales Leben zu können und schon wird man zur Zielscheibe von Lachen und möglichen Mordanschläge,“ schnauzte sie ins Telefon, ehe sie ihre Zunge hüten konnte.
Super TJ! So schaffte man sich Freunde.

Nach einem Moment schob sie dann, ein „Sorry…“ hinterher. Auch wenn sie dieses nur bedingt fühlte. Sie war so frustriert davon, dass alle Leute immer nur auf herumtraten weil sie etwas Gutes wollten. Als wäre der Wunsch nett zu sein gleich zu setzen mit unfähig und dumm.
Sie rieb sich die Stirn. „Und nein, sie haben mich nicht rausgeworfen. Wobei ich vermutlich nie wieder alleine nach Athen reisen sollte,“ lenkte sie ein in einem versöhnlicheren Tonfall.

Seine nächste Frage war dann… na ja ein guter Punkt. Sie seufzte und zuckte mit den Schultern, „Ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher,“ antwortete sie etwas vage. Sie hatte eine Vermutung, aber ihr Vater hatte sie nie bestätigt. Sie glaubte, dass er Logenmeister hatte werden wollen und als es klar wurde, dass die alten Säcke ihn nicht an die Macht lassen wollte, hatte er beschlossen ihnen zu zeigen, dass er Athen nicht braucht. Und ihr Durchbruch hatte ihm wunderbar in die Hand gespielt.

„ich glaube, er versucht das Monopol von Athen zu brechen,“ sagte sie schließlich. „ich hatte schon eine Sondergenehmigung meine Forschung nicht Athen zu machen, weil ich sie da niemals fertigbekommen hätte.“ Sie presste ihre Lippen zusammen und sagte dann, „Er hat vor mir im Mai meinen Meistertitel der Nekromantie hier in Edinburgh zu verliehen.“
Sie wussten beide was dass eine politische Herausforderung der Sonderklasse war.
Oder wie es Willow formuliert hatte: Krieg mit Zombiearmeen!
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