Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

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War ihr aber egal, solange sie bekam, was sie wollte: Die Aufmerksamkeit von Vampiren. Dass sie dabei bisher nicht an jemanden geraten war, der sie einfach aussaugte und wegwarf, war wohl ihr Glück, aber das hinterfragte sie nicht.
"Ich freu mich drauf.", gab er zurück und seine Augen blitzten auf. Er mochte kein Dima sein. Deswegen durfte man ihn noch lange nicht unterschätzen.
Unruhig wurde er erst, als das Band zu Dima flackerte und sein Herz für einen Moment ins Stolpern geriet. Er konnte praktisch spüren dass er ziemlich am Ende mit den Kräften war und das obwohl er sicher war, dass er im Dickicht des Waldes mit Conall - dem Boss - beschäftigt war. Fuck.
Wenn er alleine wäre, könnte er das Biest rauslassen. Jetzt konnte er aber nicht nur vernichten, sondern musste auch beschützen. Scheiß Zwickmühle.
Beim Punkt, der einzige Abkömmling zu bleiben, stimmte er gedanklich allerdings zu. Er brauchte keinen weiteren Vampir neben sich, der ihm die Aufmerksamkeit von Kieran wegnahm.
Sie wollte ihm glauben. So sehr. Weil der Gedanke, nur benutzt zu werden, unerträglich war.
„Komm schon…,“ murmelte Joaquin aufgewühlt. „Tu’s für die Wissenschaft, Baby. Leck’ das Klo ab.“
„Glaub’ mir, ich bin Dir lebendig mehr nützlich als tot. Zum Beispiel… immer wenn Du einen Saal betrittst, könnte ich dein Eintreten musikalisch untermalen. Wenn man das einmal hat, will man’s nicht mehr missen. Vorausgesetzt… es ist ein Klavier in der Nähe.“
Denn obwohl sie wusste, dass vieles an ihm Fassade war – eine kontrollierte Inszenierung –, glaubte sie, dass es auch nicht alles war. Kein Mensch konnte auf Dauer nur Kalkül sein. Da war etwas. Irgendwo unter der Oberfläche.
Sie wollte ihm glauben. So sehr. Weil der Gedanke, nur benutzt zu werden, unerträglich war. Weil es einfacher war, an einen Funken Hoffnung festzuhalten, als sich der bitteren Wahrheit zu stellen. Dass sie ein Werkzeug war. Ein Projekt.
Morgan musste lachen und schüttelte den Kopf. Und sie hatte keine Eltern mehr. Fuck. Nein. Sie war nicht okay. Aber sie war reich - sie würde irgendwie darüber hinwegkommen.
„Es wär‘ gut gewesen, wenn’s dich magnetisch gemacht hätte“, erwiderte er und spielte damit auf das Ammoniumeisen-citrat in dem Getränk an. „Einfach an einer Laterne anheften und am nächsten Tag wieder abholen….“
Es war exakt das, was Cassius schon die ganze Zeit vorgeschlagen hatte – nur eben ohne Fangzähne und die charmante Soziopathie eines (vermutlich) Jahrhunderte alten Blutsäufers.
Ein Mantra aus ‚Du schaffst das, Joaquin‘ und ‚Hey mach‘ dir keinen Druck. Aber wenn du’s versaust, dann schmiert Vampir-Daddy dich morgen auf sein Toast.‘
Joaquin kaute an seinem Daumennagel. „Komm schon…,“ murmelte Joaquin aufgewühlt. „Tu’s für die Wissenschaft, Baby. Leck’ das Klo ab.“
Dmitry war stinksauer. Nicht dieses stille, kultivierte »Ich bin enttäuscht«-Sauer – sondern dieses »Ich-verbrenne-gleich-alles-und-jeden«Sauer.
„ICH WILL MEINEN MENSCHEN SEHEN, SOFORT!“ Er setzte sich in Bewegung – stapfte durch das Innere des Gebäudes, tiefer, weiter, der Boden klebrig unter seinen Sohlen.
Es am Leben zu erhalten, braucht schon Arbeit, aber hey, niemand kann behaupten ich wäre herzlos.
Nicht schon wieder.
Er musste etwas finden. Irgendetwas. Ein Werkzeug, eine Waffe, einen verdammten Wunderstab. Mit zitternden Fingern riss er das Handschuhfach auf. Und erstarrte. Ein neonpinker Tanga grinste ihn an. Zart, spitzenbesetzt, unübersehbar. Eine Trophäe von Dimas letzter Eroberung? Ein Notfallaccessoire? Rafael blinzelte, sprachlos. „Na, herzlichen Glückwunsch, Dima“, murmelte er trocken.
Die zierliche junge Frau zuckte zusammen und murmelte etwas Unwirsches, kaum verständliches, als ihre Initiale Bestandsaufnahme von dem viel zu Lauten Ruf einer Möwe unterbrochen wurde - was sehr wenig Sinn ergab, da sie typischerweise kein Möwen in ihrem Appartement duldete.
Aber niemand wollte mit ihm am Morgen reden, bevor er nicht Kaffee und was zu beißen hatte. Ansonsten konnte man sehr schnell das Opfer fürs Beißen werden.
„Ich hasse dein Auftreten, und vor allem aber deine Wortwahl. Klingst wie’n verzogenes Kind eines Royals, das damit aufgewachsen ist, immer Recht zu haben“, platzte es aus ihm heraus und kurz wirkte Phil selbst überrascht, das so frei heraus gesagt zu haben. Etwas leiser fügte er hinzu: „Das ist die konstruktivste Kritik, zu der ich fähig bin…“
Sich Schwäche anmerken zu lassen, war für ihn eine Gefahr. Ein Riss in der Oberfläche, den andere nutzen konnten – oder schlimmer: ein Spiegel, der ihm zeigte, wie wenig Einfluss er auf das hatte, was in seinem Inneren gährte.
„Möglicherweise wirkt es auch nur so, dass er dir nichts zutraut, denn letzten Endes ist er eben doch nur eine Art Vater – auch wenn er es manchmal schafft, wie ein geheimnisvoller, sturer Zauberer zu wirken, der seine Sorgen hinter einer Mauer aus Misstrauen versteckt. "