Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

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Irgendwie genoss er es ziemlich seinem Onkel ein Schnippchen geschlagen und ihn ausgetrickst zu haben. Das war nicht immer einfach und vor allem genoss er es, weil er sah, dass es Dmitry ärgerte.
„Hast du was aus der Eremitage geklaut? Und erzähl mir nicht, dass das Gepäck ist. Wir kennen uns zu lange, als das du mir etwas vormachen kannst…“
Sein Dank für ihre Mühe? Er strafte sie mit seinen Blicken und wenn sie nicht aufpasste, versohlte er ihr am Ende noch den Hintern.
„Ohhh“, machte er angetan, „dein Lieblingskannibale also, mhm“, es war irrelevant, dass er wohl der einzige Kannibale war, den sie kannte.
Er war ein schrecklicher Mensch, aber er genoss es.
Pünktlichkeit war ja eher subjektiv, wenn man Nikolaos fragte. Er fand es nicht schlimm, andere eine Viertelstunde warten zu lassen, weil er sich zu lange vor dem Spiegel bewundert hatte oder vor einem potenziell anstrengenden Sozialkontakt noch ein Nickerchen machen wollte.
"Ich verweigere die Aussage", murmelte sie auf die Frage ob sie geschlafen hatte.
Vielleicht wurde es doch mal irgendwann Zeit für einen Urlaub in Island. Woah. Hatte sie [Gwyn] gerade wirklich das Wort ‚Urlaub‘ in ihrem Kopf gehabt?
Es lag vor allem in Nikolaos’ Interesse, dass der junge Vampir seine Gelüste unterdrückte.
Sie befanden sich zwar in einem Krematorium, aber wenn seine Angestellten von einem hungrigen Babyvampir massakriert würden, wäre die Woche echt für ihn gelaufen.
Dann das Schmunzeln und die Worte: „Gut. Überredet.“ Jason hatte sie zu etwas überredet? Ohne Worte? Wow, das war beeindruckend. Vielleicht sollte er sich häufiger einfach vor ihr ausziehen, wenn er wollte, dass sie ihre Meinung änderte.
„Hey du,“ raunte er Gwyn zu als sie neben ihm auftauchte. Irgendwer in der Menge warf ihr einen schiefen Blick zu, weil sie sich vordrängelte. Jason warf den passenden Blick zurück. Der Typ schob sich etwas weiter weg. Das war auch besser. Selbst mit der niedlichsten Sechsjährigen der Welt auf seinen Schultern, konnte er noch jeden einschüchtern. Ha!
"Ja, ich bin verdammt wütend auf dich. Aber ganz egal wie schwer es mir im Augenblick fällt über dein beschissenes Verhalten hinweg zu sehen: Das bedeutet nicht, dass ich dir nicht vertraue.(..)"
Dass sie sich hier in diesem speziellen Fall dafür bezahlen ließen vor sich selbst zu schützen, nun, Details, die im Augenblick nicht erwähnenswert waren.
"Was dir die Ehre unseres Besuchs verschafft ist einfach: Unser Schutzaufwand ist größer geworden und wir wollen doch nicht riskieren, dass dieser schöne Laden plötzlich nicht mehr so hübsch ist. Es wäre wirklich jammerschade wenn nicht mehr so viele Menschen in den Genuss deines Angebotes kommen können, Craig. Findest du nicht auch? Und das nur, weil wir nicht mehr die Kapazitäten haben richtig auf das alles hier acht zu geben."
Dass sie sich hier in diesem speziellen Fall dafür bezahlen ließe
Oh verdammt. Lys war weder zu dumm, um solche Schlüsse nicht zu ziehen, noch zu wenig paranoid. Und somit traf er zumindest zur Hälfte ins Schwarze. Aber noch konnte Lydia lügen, ohne zu lügen, vielmehr verschweigen, und das brachte sie vielleicht noch halbwegs glaubhaft über die Lippen.
„Klar. Wenn nicht meinen Lieblings-Kannibalen, wen dann?“ Gut, Kannibalismus war nun an sich nicht gerade was Positives, aber in das, was die Vampire untereinander so machen, mischte sie sich ohnehin nicht ein, war nicht ihre Baustelle. Und Dmitry musste man sowieso so nehmen, wie er war.
Es sollte angeblich Erleichterung bringen, sich sein Leid von der Seele zu reden, aber Dima bevorzugte den Weg der Zerstörung. Wenn er erst einmal in den Eingeweiden seiner Feinde wühlte, würde er sich so viel besser fühlen.
Er betrachtete die neuen Generationen als eine Horde lebensuntüchtiger Individuen, die beim geringsten Druck zusammenbrachen. Kurzum, kleine Heulsusen.
"Menschen und Vampire haben in gewissen Bereichen unterschiedliche Sichtweisen, das stimmt. Vor dir sitzt jedoch ein Exemplar, dass euch gerne verstehen möchte - auch wenn es Geduld braucht."
Die Erpressung von Schutzgeldern war eine feine Sache, solange man auf der richtigen Seite stand.
Toll, wahrscheinlich hatte sie auch etwas mit dem ›Unfall‹ zu tun, bei dem Dima ausgerutscht und mit seinen Fangzähnen in Camilles Hals gelandet war.
Letztlich war es ihm egal, ob andere umkamen, denn das brachte ihm als Bestatter ja Geld.
Hier fühlte sie sich geborgen und sicher. Hier tat ihr niemand weh.
Man sah es Dmitry nicht auf den ersten Blick an, aber er war ein sensibler Typ. Wann immer er sich betrogen fühlte, fand er sehr kreative und blutige Wege, es einem heimzuzahlen.
Sein tägliches Bemühen, niemanden umzubringen, wurde von seinen Mitmenschen nicht hinreichend gewürdigt.