Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

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So hätte Phil doch noch die Möglichkeit, etwas Arbeit abzuwälzen
„Aber ich hab’s im Griff, keine Sorge. Werde nicht versuchen, schon hier draußen mein Dinner einzunehmen.“ Er wackelte vielsagend mit den Augenbrauen und deutete dann auf Joaquins Schal. „Accessoire oder Schutzvorrichtung?“ Ja, er konnte sich selbst aufs Korn nehmen.
Hätte man ihr vor 15 Jahren mal erzählt, womit sie ihr Geld verdienen würde, hätte sie wohl argwöhnt, dass da jemand zu viele Buffy-Fanfiktions gelesen hatte. Inzwischen wusste sie vieles besser.
Dennoch vermittelte die Geste ihr irrtümlicher Weise das Gefühl, Kontrolle in dieser Situation zu haben. Ihre Nerd-Arme, die schon mit Marmeladengläsern schwer zurecht kamen, würden gegen den Vampir wenig ausrichten können.
Wäre Daniel der Vampir und nicht er , er hätte ihn schon längst beißen dürfen. Warte...was ? Was zur Hölle dachte er denn hier gerade?! Er las noch nicht einmal diese neumodernen Dark Romance Bücher, was hatten dann seine Gedanken in solchen Ecken zu suchen!?
»Was für eine hübsche Meerjungfrau?«, Ciara klang auf eine entwaffnende Art und Weise verwirrt und schien nicht ursprünglich die Absicht gehabt zu haben, das laut zu sagen.
„Anemonenfische also,“ meinte er trocken, die Braue leicht gehoben. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages erfahre, dass sich hinter dem wohl meistgefürchteten Vampir der Stadt ein erstaunlich gut informierter Disney-Experte verbirgt.“
Seine Welt hatte sich in den letzten Tagen ohnehin drastisch erweitert, aber langsam fragte er sich ernsthaft, ob irgendwann noch ein Hobbit durch die Tür spazieren würde und um Tee bitten wollte.
„Magst Du auch eine? Ich glaub’… beim letzten Mal warst Du nicht so ein großer Fan?“ Joaquin grinste ein bisschen, eher er Gordon musterte. Kringelnde Rauchschwaden wurden von der nächtlichen Brise davon getragen „Und nur für’s Protokoll: Ich brenne schon darauf zu erfahren, was Du vom Sheriff von Edinburgh hältst. Dass Du in einem Stück vor mir stehst, ist ja schon einmal ein guter Anfang.“
Joaquin hatte mit einigen Zwinker-Smileys einen Club vorgeschlagen, mit anschließender Einladung für einen Imbiss zu später Stunde. Innerlich schwitzend hoffte der Vampir, dass Gordon einfach mal davon ausging, dass es nicht Joaquin war, der diesmal auf der Speisekarte stand.
Er hielt Blains Blick ohne jede sichtbare Regung, während sich in ihm eine nüchterne Klarheit ausbreitete. Die beiden waren wirklich auf der Suche nach Vampiren.
Nur war Lysander von Haus aus misstrauisch, wenn es um Geschichten ging, die in irgendeiner Form Vampire beinhalten könnte. Er roch die Biester gefühlte drei Meilen gegen den Wind.
Und es war eben auch wegen ihrer eigenen Logenzugehörigkeit eigentlich nicht wirklich eine Option. Sie musste geheimhalten, welche Institution wiederum hinter ihr stand. Und jemanden zu einem Umschlagsort von Vampiren und Alchemisten zu führen, war definitiv genau das Gegenteil davon.
Ehrlicherweise wäre es auch zu schön gewesen, hätte ihr Opfer den Überlebenswillen einer 16-jährigen Teenagerin in jedem x-beliebigen Horrorfilm gehabt, welche statt aus dem Haus zu laufen lieber in den 1. Stock flüchtete und sich dann über fehlende Auswege wunderte.
Als Dima sein Riesenego zur Schau stellte und natürlich eine ganz besondere Show abziehen musste, konnte er sich das Feixen nur mit Mühe verkneifen. Mit sehr viel Mühe.
(...) "Ich habe nicht gelogen, als ich dir sagte, dass ich dir keinerlei Schaden zufügen möchte. Ich bin der Ruhige und Vernünftige dieser Familie, aber ich denke nicht, dass ich betonen muss, was passiert, sollte man mich verärgern."
„Nun“, begann er gedehnt, „man nennt mich nicht umsonst Rasputins Letzten.“
Seine Augenbrauen zuckten frech.
(...) Mit der anderen Hand spielte er betont beiläufig mit etwas über seinem Schoß, das einen beachtlichen Schatten warf –
die Wasserpistole, aber Details waren schließlich Geschmackssache.
Der Russe legte den Kopf leicht schief, als eine gottverdammte Taschenlampe Joaquins Gesicht traf à la Lächeln mit Beleuchtung.
Na ja. Fight, flight or freeze. Bei Joaquin offenbar: Survival-Tipp aus der Kategorie: »so nicht«
„Mm-hm“, seine Stimme vibrierte tief in seiner Brust, warm und satt, wie das Schnurren eines zufriedenen Katers.
Ein schiefes, verspieltes Grinsen legte sich auf seine vollen Lippen. „Du schuldest uns noch etwas, Liebes.“
Tillys Nähe, ihr Schoß, wurde zu einem sicheren Hafen, einem Heimkommen nach zu vielen Nächten auf der Straße. Warm. Vertraut. Tragend.
Wenn Dima nicht da war, fehlte ihr nicht nur seine Stimme oder seine Nähe, nein, es fehlte ihr Herz. Denn nicht umsonst nannte sie ihn lev sheli – mein Herz.
Dann war da wieder nur Dima. Sein Blick, der sich in ihr festhielt. Diese Mischung aus Hunger, Zuneigung und dunkler Intensität. Sie wich ihm nicht aus. Das tat sie nie. Stattdessen hob sie leicht das Kinn, begegnete ihm offen, ohne Scheu. Sie wollte ihn, wollte von ihm alles(...)
Aber es war Tilly. Und bei ihr stolperte sein Herz.
„Bisschen irre das eine Haustür so ein großer Moment sein kann oder?“
Sie war ein klein wenig beeindruckt - und fragte sich sofort, was Marlowe schon alles gesehen haben musste - auf den ersten Blick wirkte er gar nicht so alt? Nicht, dass sie gut darin war zu schätzen, wie alt Menschen waren … die noch lebten.